Anhand von Sedimentbohrkernen am Mittelatlantischen Rücken in der Tiefsee des Atlantiks haben Forscher herausgefunden, dass sich das Magnetfeld in den letzten 20 Millionen Jahren ungefähr alle 200.000 bis 300.000 Jahre umgekehrt hat. Der letzte Wechsel ist allerdings schon 780.000 Jahre her, also längst überfällig.
Grund zur Sorge ist das nicht. Sämtliche Fossilien aus der Zeit des letzten Wechsels zeigen keine Besonderheiten. Auch die Daten aus Sedimentbohrkernen zeigen keine Auffälligkeiten bei Sauerstoffisotopen, die auf deutliche Temperaturschwankungen hindeuten würden. Theoretisch könnte ein schwächeres Magnetfeld eine leichte Erhöhung der solaren Einstrahlung bewirken, außerdem würden verstärkt Polarlichter zu beobachten sein, da die Teilchen aus dem Sonnenwind nicht mehr vom Magnetfeld abgelenkt werden, sondern mit den Luftteilchen reagieren.