Wissenschaftler der University of Washington haben eine neue Erklärung für die derzeitige Pause bei der Globalen Erwärmung herausgefunden. Nach Angaben der Forscher ist eine beschleunigte Meeresströmung im Atlantik die Ursache. Diese Meeresströmung soll die Wärme von der Oberfläche bis in 1.500 Meter Tiefe abtransportiert haben.
Eine ähnliche Theorie wurde bereits für den Pazifischen Ozean aufgestellt, konnte jedoch bisher nicht belegt werden. Nach Auswertung der Daten des Tiefseebojen-Messnetzes Argo, dass Daten bis in 2.000 Meter Tiefe sammelt, hat sich jetzt offenbar gezeigt, dass etwa im Jahre 1999 eine Zunahme des Wärmetransports in tiefe Schichten stattfand.
Die Forscher fanden, dass in der Vergangenheit der Wärmetransport in einem Zyklus von etwa 40 bis 70 Jahren variiert hat, und das vermutlich bereits seit Jahrhunderten.
Salzigeres Wasser im Nordatlantik nahe Island ist offenbar der Auslöser für die Beschleunigung der Meeresströmungen. Steigt der Salzgehalt an der Oberfläche, wird das Wasser schwerer und beginnt abzusinken. Dabei transportiert es die Wärme in die Tiefe. Auf diese Weise entsteht ein Zeitraum von etwa 30 kälteren Jahren, der von 30 wärmeren Jahren gefolgt wird. Die Globale Erwärmung ist diesem Zyklus überlagert, dies könnte die Pause erklären, die nach dieser Theorie voraussictlich noch mindestens 10 Jahre anhalten wird.